Donnerstag, 14 November 2019

Solidarität mit dem venezolanischen Proletariat – gegen jede patriotische und nationalistische Versuchung

Uns Kommunisten ist es nicht gleichgültig, was gerade in Venezuela passiert, genauso wenig wie uns die sozialen und politischen Auswirkungen der strukturellen Krise der kapitalistischen Ökonomie gleichgültig sind, die sich fortziehen und weiter verschärfen, die bürgerliche Allianzen und Gruppierungen aus den Fugen geraten lassen und überall auf der Welt die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Proletarier verschlechtern.

 

Aber ganz klar ist und bleibt unser Bezugspunkt das internationale Proletariat, seine unmittelbaren und künftigen Interessen. Nachdrücklich drücken wir deshalb unsere aktive Solidarität mit den venezolanischen Proletariern aus, die von allen Seiten angegriffen werden: vom US-Imperialismus wie von der nationalen Bourgeoisie in all ihren Schattierungen (ob “Regime” oder “Opposition”), von den europäischen Imperialismen wie vom russischen, türkischen – all den herumkreisenden Geiern.

Keine Solidarität darf gegenüber dieser oder jener bürgerlichen Fraktion ausgedrückt werden. Nur indem wir uns weigern, Teil von diesem stinkendem klassenübergreifenden Sumpf zu sein, der sich “Volk” nennt, können wir die eigene politische Unabhängigkeit in den Kämpfen gegen jedes patriotische Gespenst wiedererlangen, jenseits von jeglicher Perspektive von Bündnissen mit diesem oder jenem Staat oder mit dem “eigenen” Staat und gegen die dreckige Theorie des “bolivarischen Chavismus” und des “Sozialismus des 21. Jahrhunderts”, nur so kann das venezolanische Proletariat, Flanke an Flanke mit dem Proletariat der anderen Länder, den Weg der eigenen Emanzipation und der klassenlosen Gesellschaft einschlagen.

Daran arbeiten wir Kommunisten.

05.02.2019


Internationale Kommunistische Partei

International Press

 

                   

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