Dienstag, 07 April 2020

Umweltkrise und kapitalistische Krise – Grüner Kapitalismus ist keine Lösung!

Mit Demonstrationen und Petitionen, Baumbesetzungen und Blockaden tritt eine junge Generation von Umweltschützern auf den Plan, die so heterogen wie aktivistisch ist: Von „Ende Gelände“ über „Fridays for future“ bis zu „Extinction rebellion“. Sie sind getrieben von der Sorge über die zunehmende Vernichtung der natürlichen Lebensgrundlagen. Angesichts des immer offensichtlicher werdenden Wandels des meteorologischen Klimas beeinflussen sie zunehmend das politische Klima nicht nur in Europa. Ihnen ist es (zumindest zeitweilig) gelungen, die fremdenfeindlich aufgeheizte Flüchtlingsdebatte aus der Poleposition deutscher Zukunfts­ängste zu verdrängen. Und trotz gelegentlicher spießbürgerlicher Ermahnungen, vom freitäglichen Schulschwänzen abzusehen und Blockaden zu unterlassen, stösst diese Bewegung auf breiteste Sympathie. Allerdings sind es bisher vor allem die Grünen, die bezeichnenderweise aus dieser Politisierung der jungen Generation politisches Kapital schlagen können. Aufgrund ihrer weitgehenden politischen Indifferenz und staatsbürgerlichen Orientierung kann diese Bewegung trotz vieler radikaler Parolen für das Konzept eines „Grünen Kapitalismus“ instrumentalisiert werden.

Öffentliche Veranstaltung • 13.02.2020 • 19h • K9 • Kinzigstraße 9, Berlin-Friedrichshain

Internationale Kommunistische Partei

International Press

 

                    

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