Donnerstag, 14 November 2019

Zugpersonal in Deutschland zieht Notbremse – Eine Einschätzung des aktuellen Arbeitskampfes

Kaum ein Arbeitskampf in Deutschland hat in den letzten zehn Jahren so viel öffentliche Aufmerksamkeit und so eine breite bürgerliche Hetze erfahren wie der Streik der Lokführer und Zugbegleiter. Das liegt einerseits an der beharrlichen Ablehnung der Deutschen Bahn (DB), den Forderungen des Zugpersonals entgegenzukommen – andererseits ist das in der Spartengewerkschaft „Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer“ (GDL) organisierte Zugpersonal wütend über die hohe Arbeitsbelastung und die im europäischen Vergleich außerordentlich geringe Bezahlung insbesondere für Lokführer1, und hat vom 19. bis 21. Mai 2015 nun schon das neunte Mal in Folge seit September 2014 den Bahnverkehr in Deutschland bestreikt. Der Bahn gelingt es während der Streiks lediglich, mit Notfallfahrplänen einen geringen Teil des normalen Bahnverkehrs aufrechtzuerhalten.

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Sklaverei und proletarisches Elend (Marx)

Der Arbeiter wird um so ärmer, je mehr Reichtum er produziert, je mehr seine Produktion an Macht und Umfang zunimmt. Der Arbeiter wird eine um so wohlfeilere Ware, je mehr Waren er schafft. Mit der Verwertung der Sachenwelt nimmt die Entwertung der Menschenwelt in direktem Verhältnis zu. Die Arbeit produziert nicht nur Waren; sie produziert sich selbst und den Arbeiter als eine Ware, und zwar in dem Verhältnis, in welchem sie überhaupt Waren produziert.

[…]Die Verwirklichung der Arbeit erscheint so sehr als Entwirklichung, daß der Arbeiter bis zum Hungertod entwirklicht wird. Die Vergegenständlichung erscheint so sehr als Verlust des Gegenstandes, daß der Arbeiter der notwendigsten Gegenstände, nicht nur des Lebens, sondern auch der Arbeitsgegenstände, beraubt ist. Ja, die Arbeit selbst wird zu einem Gegenstand, dessen er nur mit der größten Anstrengung und mit den unregelmäßigsten Unterbrechungen sich bemächtigen kann. Die Aneignung des Gegenstandes erscheint so sehr als Entfremdung, daß, je mehr Gegenstände der Arbeiter produziert, er um so weniger besitzen kann und um so mehr unter die Herrschaft seines Produkts, des Kapitals, gerät.

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Mimosen und politische Symbole?

Was soll man über einen 8. März sagen, der verkürzt ist auf Mimosen und süsse Frauen – „mit den Freundinnen beim Essen“, Fernsehspots über „Respekt“, Debatten über die „rosa Komponente“ der bürgerlichen Führung, ein rein symbolischer „Tag der Frau“, bestimmt von den funktionalen Ideen des Kapitals und seinen gesellschaftlichen Marktverhältnissen?

Was soll man über einen 1. Mai sagen, der verkürzt ist auf wehmütige Trauerzüge, ertränkt in einer volks-nationalen Rhetorik, ritualisiertes Feiern, gewerkschaftlich-festmäßig, beraubt von jeglicher revolutionärer Bedeutung, mit lästigen Verkäufern von politischen Symbolen ohne irgendeiner politischen Diskussion und einer Schar von Pensionierten und kleinen Familien, die wie eine Kamelherde mit Reisebussen für die Show von einem Tag anreisen?

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„Achtung, Proletarier!“ Innovation reimt sich auf „Repression“!

Mit beschlagenen Stiefeln schreitet die Wirtschaftskrise voran und vernichtet dabei Millionen von Proletarierleben überall auf der Welt. Es ist eine Überproduktionskrise von Waren und Kapital, eine strukturelle Krise, der kapitalistischen Produktionsweise inhärent. Es ist keine Anomalie oder eine Pathologie die der „schlechten Führung“, „dunklen Verschwörungen“, dem „Egoismus“ von Einzelnen oder Institutionen geschuldet ist, wie man uns von mehreren Seiten aus glauben machen will: es ist die Regel, die dem Kapitalismus eigene Physiologie, dessen eigenes eisernes Gesetz darin besteht, immer mehr zu produzieren mit dem Ziel ohne Rast Profit, Renditen, Zinsen zu akkumulieren.

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In der Ukraine wie auf der ganzen Welt

Partisanen und Loyalisten, Nationalisten und Söldner, mit den Waffen von den imperialistischen Auftraggebern ausgestattet, machen sich bereit, nach dem geschichtlichen Drehbuch: zum geplanten Mord an den Proletariern.

Als Kommunisten und Internationalisten wissen wir aufgrund unseres historischen Gedächtnisses und Bewusstseins, dass sich in der Epoche des Imperialismus Klassenherrschaft und -Unterdrückung ausweiten und verstärken. Die ökonomische Krise hinterlässt unter den Proletariern auf der ganzen Welt eine wachsende Misere und eine Spur des Todes. Der Krieg ist die natürliche Lebensbedingung des Kapitalismus: Imperialismus bedeutet in der Tat gesteigerten internationalen Wettbewerb, zugespitzte Handelskriege, Kapitalexport, was unvermeidlich zu Konflikten mit dem einen oder anderen führt, die Kontrolle der Rohstoffquellen und der Transportwege und der Versuch, die Konkurrenten auszuschließen, schließlich die unkontrollierte Explosion der Konflikte, zuerst lokal und dann unter günstigen und notwendigen materiellen Bedingungen weltweit.

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International Press

 

                   

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