Genossinnen, proletarische Schwestern!
Drei Jahre Gesundheitsnotstand, die zur Wirtschaftskrise hinzugekommen sind, haben zu nichts anderem geführt als zur Verschlechterung eurer Arbeitsbedingungen. Ihr wart die ersten, die entlassen worden sind und weitere Lohnkürzungen unter dem Deckmantel von Teilzeitarbeit oder smart working hinnehmen musstet, trotz des Lohngefälles zu Lasten der Frauen. Und ihr wart die letzten, die in feste Arbeitsverhältnisse übernommen worden sind. Wer in den Firmen bleiben konnte, mit immer prekäreren Verträgen, weiß, wie die Morde und Tötungsversuche (wie Adil in Novara) am Arbeitsplatz zugenommen haben (das, was die Bosse und deren Vertreter „Unfälle“ nennen) und kennt den zunehmenden Druck – bis zur Erpressung und sexuellen Belästigung im Namen einer angeblichen Steigerung der Produktivität.